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Während die Fertigung der Baumuster "Discus a", "Discus b", "Discus-bt" u. "Discus bM" in Kirchheim/Teck nach rund 12 Jahren zu Gunsten der Neuentwicklung "Discus-2" eingestellt wurde, ist der "Discus CS" weiterhin lieferbar.

Er wird von Schempp-Hirth vyroba letadel, spol. s.r.o. in Chocen (CR) hergestellt und ist mit dem "Discus b" identisch.

Letzterer - konzipiert nach JAR 22, Kategorie "U" - war Nachfolger des "Standard-Cirrus" (in über 700 Exemplaren gefertigt) und dominierte die Standard-Klasse über ein Jahrzehnt. Sechs Weltmeistertitel in Folge machten den "Discus" zum Maßstab schlechthin.

Trotzdem ist der "Discus" keinesfalls nur für Spitzenpiloten geeignet, dank seiner angenehmen und sehr harmlosen Flugeigenschaften hat er sich auch überall im Clubbetrieb durchgesetzt.

Während die Rümpfe der "a" und "b" Version mit geringen Änderungen vom "Ventus" übernommen wurden, ist der Tragflügel eine völlig neue Konstruktion und leicht erkennbar an seiner mehrfach zurückgepfeilten Vorderkante.

Diese Rückpfeilung trägt wesentlich dazu bei, daß - zusammen mit einer entsprechenden Flügel-Zuspitzung

und Tiefe im Außenbereich - eine sonst entlang der Endkante verlaufende laterale Abwanderung der Grenzschicht vermieden wird, sodaß der Tragflügel bei weniger Widerstand mehr Auftrieb erzeugt als bei den bisher üblichen Grundrissen.

Daß der Leistungsgewinn aus diesem Konzept real ist - nicht nur im Steigen mit hoher Ballastzuladung, sondern auch im Gleiten bei höheren Geschwindigkeiten - wurde durch die zahllosen Erfolge hinlänglich bewiesen.

Der Dreifach-Trapez-Tragflügel ist zweiteilig (wahlweise sind Winglets erhältlich). Das Tragflügel-Profil basiert auf Entwürfen des DFVLR-Teams K.H. Horstmann / A. Quast und D. Althaus vom Institut für Gasdynamik der Universität Stuttgart. Der endgültige Profilstrak hat 17,5% relativer Dicke und ergab eine verringerte Mücken- u. Regenempfindlichkeit. Wie bei "Ventus" u. "Nimbus-3" wird die mögliche laminare Ablöseblase durch ein Noppenband auf der Flügelunterseite vermieden.

Die Flügelschalen sind als GFK/Schaum-Sandwich aufgebaut. Aus Gewichts- und Festigkeitsgründen werden Holmgurte aus Kohlefaser-Rovings verwendet.

Die Betätigungsstangen im Flügel sind mit Faltenbälgen abgedichtet, die Querruderspalte deckt ein Folienband ab. Doppelstöckige Bremsklappen (mit gefederten Abdeckplatten) befinden sich auf der Flügeloberseite und sind eine sehr wirksame Landehilfe.

Dank des Doppelzungen-Anschlusses ist die Montage der Flügelhälften sehr einfach, ihre Verbindung erfolgt durch einen Zentralbolzen. jeder Flügel wiegt nur ca. 61,5 kg.

Querruder und Bremsklappen werden bei der Montage automatisch angeschlossen, auch die Ballastabwurfbetätigung. Wasserballast wird in besonders abgedichteten Integralbehältnissen im Flügel mitgeführt (Fassungsvermögen 2x84 Liter) und erlaubt eine maximale Flächenbelastung von ca. 50 kg/m². Das bei hoher Ballastzuladung erzeugte kopflastige Moment kann durch einen als Option erhältlichen Seitenflossentank ausgeglichen werden.

Der Rumpf des "Discus CS" besteht aus einer reinen Glasfaserschale mit einem integrierten Stahlrohr-Zentralgerüst und Verstärkungen in der Rumpfröhre durch GFK/Schaumstege bzw. Doppelschalen im Cockpitbereich. Wartung und eventuelle Reparaturen werden durch diesen Aufbau wesentlich erleichtert.

Das Einziehfahrwerk ist gefedert und gegen den Rumpf abgedichtet. Die Radbremse wird über einen Griff am Knüppel betätigt. Serienmäßig ist eine TOST-Schwerpunktkupplung installiert.

Die in allen Flugphasen ausgezeichnete Sicht bietende Kabinenhaube (mit Lüftungsklappe im Schiebefenster) ist seitlich klappbar und abwurfsicher.

Abnahmen für Staudruck und Statischen Druck befinden sich im Bugeinlauf bzw. in der Rumpfröhre und unter dem Holmausschnitt; in der Seitenflosse sind serienmäßig ein Anschluß für eine T.E. Kompensationsdüse, eine Blindleitung (für z.B. ein Prandtl-Rohr) und die Sperrtopf-Antenne.

Das Höhenruder schließt sich bei der Montage des Leitwerks automatisch an. Die Höhenflosse ist als GFK/Schaum-Sandwich aufgebaut, die Ruderhälften sind eine reine Glasfaserschale.

Außer in einer bereits am Fuß der Instrumentenkonsole vorgesehenen Batteriehalterung können weitere Akkus noch neben dem Radkasten und im Rumpfbug untergebracht werden. Eine Halterung für Trimmgewichte ist natürlich auch vorhanden. Bestandteil der Serienausstattung sind ferner die Federtrimmung, eine herausnehmbare Sitzschale, Sitzkissen, Seitentaschen, Gurtzeug, im Fluge vertellbare Seitensteuerpedale und ein Haubenschonbezug.

 
 

Spannweite

15 m

Flügelfläche

10,58 m²

Leergewicht

ca. 230 kg

Max. Fluggewicht

525 kg

Geringstes Sinken

0,59 m/s

Gleitzahl

~ 43

 

 

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